Pressemitteilung des Bürgermeisters

Wer unsere Einsatzkräfte beleidigt oder bedroht, überschreitet eine klare Grenze

Sie sind da, wenn andere Hilfe brauchen – bei Bränden, Unfällen und in zahlreichen anderen Notlagen. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Hilfs- und Rettungsorganisationen übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen, oftmals unter schwierigen Bedingungen und zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Daher positioniere ich mich als Bürgermeister deutlich nach einem aktuellen Vorfall, bei dem ein Feuerwehrangehöriger während eines Einsatzes verbal angegriffen und massiv beleidigt wurde:

Wir können als Stadt die modernsten Fahrzeuge beschaffen und unsere Feuerwehren mit guter Technik ausstatten. Aber all diese Technik ist nichts wert ohne die Frauen und Männer, die bereit sind, sie einzusetzen und Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Wenn der Alarm ausgelöst wird, verlassen sie ihren Arbeitsplatz, ihre Familie oder ihre Freizeit und begeben sich zum Feuerwehrhaus. Sie tun dies unabhängig von Tageszeit, Wochentag oder Wetter – und oftmals in Situationen, die körperlich und psychisch belastend sind.

Dass Einsatzkräfte während ihrer Arbeit beleidigt, beschimpft oder sogar bedroht werden, sei deshalb nicht hinnehmbar.

Wer einem Menschen, der gerade anderen helfen will, mit Beleidigungen oder Bedrohungen begegnet, überschreitet eine klare Grenze. Für ein solches Verhalten darf es in unserer Stadt keine Akzeptanz geben. Unsere Einsatzkräfte verdienen Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit – und sie müssen sich darauf verlassen können, dass wir als Stadt hinter ihnen stehen.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht allein um die Feuerwehr. Die Haltung gelte ebenso gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rettungsdienste, der Polizei sowie allen weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen.

Ich betone daher nochmals, dass Beleidigungen, Bedrohungen oder Übergriffe auf Einsatzkräfte nicht verharmlost werden dürfen: Wo Grenzen überschritten werden, müssen Vorfälle konsequent aufgearbeitet werden. Wer Menschen angreift, die anderen zu Hilfe kommen, muss auch mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen.

Gleichzeitig geht mein Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Reinheim:

Ich bin stolz auf die Frauen und Männer unserer Feuerwehren und dankbar für das, was sie für unsere Stadt leisten. Sie übernehmen Verantwortung, wenn andere Menschen sie am dringendsten brauchen. Dieses Engagement verdient unsere volle Unterstützung.

Mir geht es dabei auch um eine grundsätzliche Frage des gesellschaftlichen Miteinanders: Respekt gegenüber den Menschen, die für Sicherheit und Hilfe sorgen, muss selbstverständlich sein.

Eine Stadt funktioniert nur, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Unsere Einsatzkräfte tun genau das. Dafür verdienen sie nicht Beschimpfungen, sondern unseren Respekt und unsere Anerkennung.