Pressemitteilung

Hessischer Gedenktag erinnert an die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation

Am 20. September 2026 begeht das Land Hessen zum 13. Mal den Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation. Der Gedenktag wurde 2014 als eigenständiger Erinnerungstag ins Leben gerufen. Er erinnert an das Schicksal von Millionen Menschen, die im 20. Jahrhundert durch Krieg, Gewalt oder politische Verfolgung ihre Heimat verloren haben – insbesondere infolge des Zweiten Weltkriegs, aber auch im Zusammenhang mit aktuellen Fluchtbewegungen weltweit.

Etwa ein Drittel der in Hessen lebenden Menschen hat eigene Fluchterfahrungen gemacht, ist durch das Schicksal naher Angehöriger betroffen oder lebt als Spätaussiedlerin oder Spätaussiedler in Hessen. Ihre persönlichen Geschichten und Biografien sind Teil der hessischen Geschichte und prägen die Gesellschaft bis heute.

Im Mittelpunkt des Gedenkens steht insbesondere die Vertreibung von schätzungsweise 12 Millionen Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – als Folge des vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselten Krieges.

Gleichzeitig richtet der Gedenktag den Blick auf die Gegenwart: Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung und auf der Suche nach Schutz und Sicherheit.

„Erinnerung bedeutet auch Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft. Der Gedenktag macht deutlich, wie wichtig Frieden, Menschlichkeit und der Schutz der Menschenrechte sind. Gerade angesichts der vielen Menschen, die heute ihre Heimat verlassen müssen, sollten wir uns die Schicksale von Flucht und Vertreibung immer wieder bewusst machen und uns für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen“, betont Bürgermeister Manuel Feick.

Der Tag  verbindet Erinnerung mit dem Auftrag, die Erfahrungen vergangener Generationen lebendig zu halten, aus der Geschichte zu lernen und Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft zu übernehmen.

Der Hessische Gedenktag ist damit nicht nur ein Zeichen des Erinnerns an das Leid der Vergangenheit. Er steht zugleich für die Hoffnung auf Frieden, Verständigung und Menschlichkeit und mahnt dazu, diese Werte auch in der Gegenwart zu bewahren.