Pressemitteilung

„Du Jude! Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland“

 Die eindrucksvolle Ausstellung „Du Jude! Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland“ wurde Anfang der Woche eröffnet und kann noch bis zum 27. März 2026 in den Räumlichkeiten der Volksbank in der Darmstädter Straße 62 während der Öffnungszeiten besucht werden.

Die Ausstellung widmet sich der Gegenwart jüdischen Lebens – insbesondere in Deutschland – und macht die Vielfalt jüdischer Identitäten anhand verschiedener Themenfelder sowie aus der Perspektive dreier jüdischer Frauen anschaulich.

Des Weiteren wird der Begriff Antisemitismus definiert und in seinen historischen Entwicklungen nachgezeichnet. Deutlich wird dabei, dass judenfeindliche Denkmuster eine lange Tradition haben und ihren grausamen Höhepunkt mit der industriellen Ermordung von etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden während der Zeit des Nationalsozialismus unter der Herrschaft von Adolf Hitler hatten.

Die Ausstellung zeigt zudem, wie sich Antisemitismus nach 1945 gewandelt hat. Offene Hetze existiert weiterhin, doch vielfach äußert sich Judenfeindlichkeit heute indirekt oder codiert.

Ein weiterer Themenbereich widmet sich Verschwörungstheorien und deren Verbreitung im Alltag – etwa in Schulen, sozialen Netzwerken, Musik oder im Fußball.

Die Ausstellung macht deutlich, dass Antisemitismus ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, das in unterschiedlichsten Lebensbereichen auftritt.

Abschließend werden zivilgesellschaftliche Initiativen, Schulprojekte und Beratungsstellen vorgestellt, die sich aktiv gegen Antisemitismus engagieren. Betroffene erhalten Hinweise auf Unterstützungsangebote, während Besucherinnen und Besucher ermutigt werden, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich für eine offene, demokratische Gesellschaft einzusetzen.

„Diese Ausstellung führt uns eindrücklich vor Augen, dass jüdisches Leben in seiner ganzen Vielfalt zu unserer Gesellschaft gehört und macht gleichzeitig deutlich, dass Antisemitismus kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern uns alle herausfordert. Als Stadt stehen wir klar für Demokratie, Respekt und Menschenwürde. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Haltung zu zeigen und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten“, so Bürgermeister Manuel Feick.