Licata / Italien:
Homepage der Stadt Licata
Partnerstadt seit 29.06.2001
LICATA, Stadt der Kunst, Kultur, Folklore und Meer
Licata hat eine sehr günstige Lage an Siziliens Küste. Die Stadt liegt zwischen Agrigent und Gela, zählt rund 40.000 Einwohner und verwöhnt sie mit Sonne, Meer und Strand.
Im Hochsommer weht an manchen Tagen der Scirocco, der unangenehm sein kann. Es ist ratsam, sich ihm nie länger als nötig im Freien auszusetzen. Doch dies ist ein Phänomen, das sich meist nur auf wenige Stunden beschränkt. In Licata, der lebhaften Hafenstadt, haben Touristen wie auch Einheimische Gelegenheit, Spaß, Erholung und Kultur mit Sonne, Wärme und Menschenfreude zu mischen. Spontaneität ist eine der Stärken der Licatesen. Natürlichkeit und gesundes Essen stehen an erster Stelle. In einer „trattoria“ oder „pizzeria“ kann man die typischen italienischen Vollmahlzeiten zu sich nehmen: Nudelgerichte, Fisch mit Beilagen, Obst, Käse und Süßspeisen zum Nachtisch. Eine traditionelle Quarkart, „ricotta“ frisch oder gesalzen, schmeckt hervorragend und bildet eine Zutat zu Nudelgerichten, Hauptgerichten und Nachtisch. „ricotta“ Quark bildet z.B. die Füllung der weltbekannten cannoli. Nicht zu vergessen ist die „granita“, das Halbgefrorene „al limone“ am besten abends bei „zio Ciccio“ am Hafen. Wer Mentalität und Lebensweise der Licatesen kennen lernen will, sollte auf die Menschen zugehen und es selbst entdecken.
Die neueste Geschichtsschreibung über die Gründung der Stadt Licata führt auf den Tyrannen Finzia zurück. Der eigentliche Ursprung der am Fluss Salso gelegenen Stadt liegt in Wirklichkeit viel weiter zurück: bis ins 2. Jahrtausend v. Christus.
Hier siedelten Phönizier, Griechen, Karthager und Römer.
Die Spuren des Christentums sind in den Nekropolen von Santa Maria zu finden. Stauferkönig Friedrich II verlieh Licata den Titel „die Liebste“,( dilettissima) und gab der Stadt den Kaiseradler als Wahrzeichen.
Fast völlig zerstört, geplagt durch Pest und Hungersnöte, entstanden im Laufe des 17. und des 18. Jahrhunderts prächtige Bürgerhäuser und religiöse Gebäude.
1820 erhob sich Licata gegen die Bourbonen geführt von dem Patrioten Matteo Vecchio Verderame.
Nach dem Eintreffen Garibaldis in Sizilien stand das Volk auf und eine Schar bewaffneter Männer folgte ihm.
Der Reichtum Licatas wurde durch die Schwefelgruben begründet und die Stadt wurde zur Residenz reicher Familien. Es wurden viele Paläste und Villen erbaut.
Mühlen, Teigwaren- und Ölfabriken, das große Chemiewerk Montecatini und die landwirtschaftlichen Produkte waren die Wohlstandsquellen der Bevölkerung Licatas.
Am 10. Juli 1943 trafen die Amerikaner ein, der Faschismus war vorbei und der Weg zur Demokratie offen.
Heute leben die Menschen vom Fischfang, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistung. Viele Licatesen arbeiten und leben in ganz Europa, auch in Reinheim – ihrer Partnerstadt.

