Kino vor Ort

Deutschstunde

Kino vor Ort

Am 11. Dezember läuft der Film "Deutschstunde", nach dem Roman von Siegfried Lenz ab 19:30 Uhr im Kino vor Ort, Kulturzentrum Hofgut, Heinrich-Klein-Saal.
Anfang der 1950er Jahre in der alten Bundesrepublik: Der Jugendliche Siggi Jepsen (auf dieser Zeitebene: Tom Gronau) sitzt in einer Besserungsanstalt. Als er einen Aufsatz zum Thema "Die Freuden der Pflicht" verfassen soll, gibt der junge Mann ein leeres Heft ab, weil ihm zu viel zum Thema einfällt. Dafür kommt Siggi in eine Arrestzelle, wo er in einem langen Bericht seine Kindheit rekapituliert.

Im Jahr 1943 lebt der elfjährige Siggi (Levi Eisenblätter) mit seinem Vater Jens Ole (Ulrich Noethen) und der Mutter Gudrun (Sonja Richter) im norddeutschen Kaff Rugbüll. Siggis Bruder Klaas (Louis Hofmann) dient an der Front, ab und zu kommt die ältere Schwester Hilke (Maria Dragus) zu Besuch. Der Vater hat den "nördlichsten Polizeiposten Deutschlands" inne, eine Aufgabe, die er ganz im Sinn des nationalsozialistischen Regimes pflichtversessen ausführt. Also belegt der Ordnungshüter den expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti) auf Geheiß von oben mit einem Arbeitsverbot, auch wenn er ihn schont seit der Jugend kennt. Siggi, der im Atelier des Malers ein und aus geht, soll das Verbot überwachen. Der Beginn einer mehrjährigen Gewissensqual...

Wie der Roman nimmt die Adaption Siggis Perspektive ein, dessen Erinnerungen den Großteil des Films ausmachen. Ohne zu wissen, worum es eigentlich geht, gerät der Junge im Konflikt zwischen Nansen und dem Vater zwischen die Fronten. Während der Maler das Kind aus dem Zwist heraushält, will ihn der Vater auf Linie bringen: "Brauchbare Menschen müssen sich fügen, mein Junge."

Schon die Wortwahl verrät, dass der alte Jepsen seiner Dienstpflicht mit Eifer nachkommt. Dass er und Nansen einst um dieselbe Frau buhlten (Jens Oles heutige Ehefrau), verschärft den Konflikt ebenso wie seine unhinterfragte Systemtreue. Das ihm verliehene Amt macht den Provinzler groß.

Bis zuletzt gehorcht der Beamte Jepsen dem Regime, noch für den Volkssturm will er Landsleute rekrutieren. Der Handlanger hat sich zu arg verstrickt, um dem Reich abzuschwören. Eine simple Feststellung des Malers Nansen besiegelt seinen Untergang: "Der Krieg ist aus, Jens." (Christian Horn)
Deutschland 2019, Regie: Christian Schwochow, Drehbuch: Heide Schwochow nach dem Roman von Siegfried Lenz, Darsteller/innen: Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Maria Dragus, Johanna Wokalek, Sonja Richter, Mette Lysdahl, Christian Serritiello, Louis Hofmann, 125 Min.,
ab 12 J.
Karten gibt es ausschließlich ab 19:00 Uhr an der Kinokasse.

Mi, 11.12.2019 |19:30 |Einlass 19:00 Uhr

Kulturzentrum Hofgut Reinheim, 64354 Reinheim, Kirchstraße 24

Verantwortlicher Veranstalter: Magistrat der Stadt Reinheim, Kulturamt * Cestasplatz 1 * 64354 Reinheim

 
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