Robert Goldmann

 

Nachruf

Ein großer Kämpfer für die Gleichheit der Menschen, der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, ein Kämpfer gegen die Benachteiligung des Geschlechts, der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der Heimat und Herkunft, des Glaubens, der religiösen und politischen Anschauungen, für den Respekt gegenüber dem jüdischen Volk ist tot.
Am 9.10.2018 verstarb der 1921 in Reinheim geborene Ehrenbürger der Stadt Reinheim, Robert Goldmann.
Sein Lebenswerk, der Kampf um das Nichtvergessen des Holocausts hinterließ auch bei uns in Reinheim seine Spuren.
Seit 1994 gab es die ersten Kontakte zur Stadt Reinheim und zu Bürgermeister Karl Hartmann. Darauf folgte die Vorstellung seines Buches „ Flucht in die Welt“ im Jahr 1996 im Heinrich - Klein -Saal in Reinheim.
Aus diesen Kontakten entwickelte sich das
Robert - Goldmann - Stipendium. Die Stadt Reinheim beschloss, das mit
5000 Euro datierte Stipendium an Personen zu verleihen, die sich mit Fragen von Rassismus und der Wahrung der Menschenwürde unter Beachtung des deutsch - jüdischen Verhältnisses beschäftigen.
So lange es seine Gesundheit zuließ, ließ Robert Goldmann es sich nicht nehmen jährlich nach Reinheim zu kommen und dieses Stipendium zu verleihen, in diesem Jahr zum 18.Mal.
Die Stadt Reinheim, die Bürger und politischen Gremien nehmen mit großem Respekt Abschied von ihrem Ehrenbürger Robert Goldmann und werden ihm und seinem Lebenswerk ein ehrendes Gedenken bewahren.


Robert Goldmann

geboren 1921, wuchs er in seinem Heimatdorf Reinheim (Odenwald) als Sohn eines Landarztes jüdischen Glaubens auf.

Ab 1934 lebte die Familie in Frankfurt am Main. Nach der sogenannten Reichskristallnacht floh seine Familie über Großbritannien nach New York, wo sie sich 1940 niederließ und von neuem beginnen musste.

Robert Goldmann studierte u.a. an der Columbia Universität. Er war Rundfunkreporter u.a. bei der „Voice of America“. Während der McCarthy-Zeit wurde er denunziert und freigesprochen. 1962 verließ er die „Voice“ Anschließend war Robert Goldmann Sprecher des von J.F. Kennedy aufgelegten Lateinamerikaprogramms „Vision“; er engagierte sich für die Bürgerrechtsbewegung und für das „American Jewish Committee“ ab 1968 war er Mitarbeiter der „Ford Foundation“. Seit 1980 war Goldmann für die „Anti-Defamation-League“ tätig und Leiter ihres Europabüros in Paris. Er engagiert sich bis heute gegen Rassismus und für Toleranz. 

 

Infos zum Robert Goldmann Stipendium finden Sie hier

 
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