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Reinheim

Die Geschichte der Stadt Reinheim/Odw.

Die fruchtbaren Lößhänge beiderseits der Gersprenzniederung am Nordrand des Odenwalds waren bereits in der jüngsten Steinzeit (2500-1600 v. Chr.) besiedelt. In der Bronzezeit, besonders während der "Urnenfelderkultur" (1200-800 v. Chr.) und in der folgenden Eisenzeit wurden schon weilerartige Wohnplätze auf dem Reinheimer Friedhofsberg angelegt. Ein römisches Gehöft bestand im Gewann "Klostergrund".

 

Über die Entstehung des Namens Reinheim gibt es unterschiedliche Auslegungen. Die einen leiten ihn aus einem Personennamen, etwas "Regino" an, andere sehen in Reinheim einen Zusammenhang mit dem vorgermanischen Wort für Fluss. Früh entstand eine fränkische Siedlung an der Mündung der über den südwestlichen Odenwald führenden "Hohen Straße" ins Gersprenztal. Zu ihr gehörte auch eine Kirche auf dem Friedhofsberg, die wohl im 11. Jahrhundert dem hl. Nikolaus geweiht wurde.

 

Die Gründung der umwehrten Stadt Reinheim erfolgte bald nach 1260 auf quadratischem Grundriss durch den Grafen Dieter V. von Katzenelnbogen. 1276/77 werden "Hof (curia)" und "Burg (Municio)" Reinheim erstmalig erwähnt. In einer Urkunde vom 14.10.1300 heißt Reinheim bereits "oppidum)". Das benachbarte Ueberau wird erst 1316 genannt, gelangt aber auch um 1400 an die Grafen von Katzenelnbogen und hat mit Reinheim bis 1860 eine gemeinsame Verwaltung. Reinheim ist von Anfang an Pfarrei, zu der Ueberau (bis 1819) und Wersau (bis 1563) als Filialorte gehören. Georgenhausen wird 1318 in einer katzenelnbogischen Erbteilung genannt, Spachbrücken und Zeilhard erscheinen 1323 als Lehen der Abtei Fulda im Besitz des Ulrich von Bickenbach. Sie stehen bis 1803/06 unter kurpfälzischer Hoheit.

 

Die Obergrafschaft Katzenelnbogen, zu der Reinheim und Ueberau gehörten, und die auch noch die Städte Darmstadt, Groß-Gerau und Zwingenberg umfasste, gelangte 1479 im Erbgang an die Landgrafen von Hessen. Im Zuge der Territorialveränderungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden auch Spachbrücken, Georgenhausen und Zeilhard hessisch. 1821 entstand ein eigener Landratsbezirk Reinheim. Er wurde 1832 mit dem von Dieburg zum Kreis Dieburg vereinigt, der 1977 im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufging.

 

Die Gesamtfläche des Stadtgebietes einschließlich der vier Stadtteile umfasst 2771 ha, wovon 1220 ha Fläche auf das Stadtgebiet (Kernstadt) entfallen.

 

Durch den Grenzveränderungsvertrag von 1971 haben sich die Gemeinden Ueberau, Spachbrücken und Zeilhard mit der Stadt Reinheim zur Großgemeinde "Stadt Reinheim" zusammengeschlossen, der infolge der Gebietsreform 1977 auch die Gemeinde Georgenhausen eingegliedert wurde. Die Gemeinden tragen ihren bisherigen Namen als Stadtteilbezeichnung weiter.

 

Der rapide Bevölkerungszuwachs der siebziger Jahre, von 1970 bis 1980 stieg die Einwohnerzahl Reinheims von 10.837 auf 15.753, brachte eine starke Siedlungstätigkeit und einschneidende strukturelle Veränderungen mit sich. Zahlreiche Neubaugebiete in Reinheim, aber auch in den Stadtteilen, insbesondere in Zeilhard, Georgenhausen und Ueberau, waren die Folge. Reinheim ist seit 1982 mit der südfranzösischen Stadt Cestas bei Bordeaux verschwistert, seit 1989 mit Fürstenwalde/Spree und seit 1994 mit Sanok in Polen.

 

Für viele ist Reinheim eine interessante Wohnstadt geworden. Es gibt hier fünf städtische Kindergärten, ein weiterer wurde gemeinsam mit der Evangelischen Kirche errichtet, und einen Kinderhort. Über 26 Spielplätze stehen den Kindern zur Verfügung, daneben ein großzügig gestaltetes Freizeitzentrum in Georgenhausen sowie die Freizeitanlage beim Rückhaltebecken Zeilhard, das Sportzentrum Reinheim und das Kulturzentrum.

 

Viele Bürger sind in 137 Vereinen der Stadt organisiert. Sehr zahlreich sind Gesangs-, Fußball-, Turn- und Sportvereine, Schützenvereine und karitative Gruppen vertreten. Aber auch in einem Motorsportclub, bei einem Modelflugsportverein oder bei der Flugsportvereinigung Offenbach kann eine Freizeitgestaltung erfolgen. In der näheren Umgebung finden sich zahlreiche Erholungsanlagen und Wanderwege sowie idyllische Ausflugsziele im Naherholungsbereich, z.B. der Forstberg oder die Windlücke, 75 ha umfasst das Naturschutzgebiet Reinheim Teich.

 

Reinheim hat in den einzelnen Stadtteilen Grundschulen, ferner eine Mittelpunktschule mit Sonderschule, die bis zur 10. Klasse (Realschule) führt. In dem benachbarten Groß-Bieberau befindet sich ein Gymnasium.

 

Das örtliche Gewerbe ist mittelständisch strukturiert. Zahlreiche Kleingewerbetreibende sichern den täglichen Bedarf der Bevölkerung. Daneben existieren zwei größere Unternehmen, das Zweigwerk der Firma Merz + Co. Frankfurt, Hersteller von weltweit bekannten Arzneimitteln und kosmetischen Produkten sowie die Möbelbeschlagfabrik Karl Lautenschläger KG.


     
 

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