verjubelt
24.+25. Februar 2012
Freitag + Samstag, 20:00
Eintritt 15,00 / Schüler * Stud. 20 % (inkl. System- + VV-Geb.)
Kabarett im Hofgut Reinheim
Nach den beiden Erfolgsprogrammen „Voll im Soll“ und „Spitzenreiter“ legt HG.Butzko, Gast in allen Kabarettsendungen des deutschen Fernsehens und Erfinder des „Kumpel-Kabaretts“ (u.a. Reinheimer Sartirelöwe) jetzt sein neustes Solo vor.
Ausgangspunkt ist der legendäre Satz des Fußballspielers George Best, der mal sagte: „Das meiste Geld hab ich für Frauen und Autos ausgegeben. Den Rest hab ich verjubelt.“
Und schaut man sich um in der Welt, gewinnt man den Eindruck, als hätte diese Philosophie inzwischen Denken und Handeln in Politik und Wirtschaft komplett übernommen, ganz so, als regiert das Motto: „Lieber zu früh gefreut, als zuletzt gelacht.“
Also schickt HG.Butzko sich mal wieder an, mit dem herzhaft-rauhen Charme des Ruhrgebiets zu allem und jedem seine Meinung zu äußern, als stünde man neben ihm an der Theke, und hört ihm dabei zu, wie er die großen Zusammenhänge so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ statt finden.
Zitat: „Mein Opa hat mir damals beigebracht:
Man soll das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor man ihn erlegt hat. Und Bäume wachsen nicht in den Himmel.
Auf gut Deutsch:
Mit Einnahmen kalkulieren, die noch nicht aufm Konto sind, funktioniert nur, wenn man so doof ist und Wachstum für unendlich hält.
Und damit wäre unsere derzeitige Wirtschaftspolitik auch präzise auf den Punkt gebracht.“
So gelingt HG. Butzko das seltene Kunststück, einem Publikum aus dem Herzen zu sprechen, denn Butzkos Intellekt kommt aus dem Bauch und geht in den Kopf.
Er verbindet das Politische und das Private, den Alltag und den Bundestag, die große Welt und den kleinen Geist.
Mit einer einzigartigen Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang,
brutal witzig und bisweilen besinnlich,
entdeckt HG.Butzko die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel,
und das Komische in den Katastrophen des Lebens.
Ein Fest der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten.
Herzerfrischend. Bewußtseinser-Heiternd.
Oder wie es mal ein Zuschauer formulierte:
“Wir haben Tränen gelacht über lauter traurige Dinge.
Das hilft uns, den Mist zu ertragen.”

Es geht weiter ...
02. März 2012 (kein ABO!)
Freitag, 20:00 Uhr
Eintritt: 36,20 / 30,70 / 25,20
Schüler+Stud. 20% (inkl. System+VV-Geb.)
Kabarett im Bürgerhaus Georgenhausen
von und mit Bruno Jonas
In seinem neuen Programm setzt Bruno Jonas die Geschichte
seines Alter Ego Hubert Unwirsch fort. Dieser wusste am Ende von "bis hierher und weiter" nicht mehr weiter und brauchte, obwohl sonst in allen Lebenslagen um einen guten Rat nicht verlegen, dringend selbst Beratung. Jetzt ist er wieder da, scheinbar geläutert, mit dem festen Willen, alles besser machen zu wollen.
Deshalb hat er sich sogar bereit erklärt, vor laufender
Fernsehkamera ein Geständnis abzulegen über seine dubiosen Geschäfte und Machenschaften als Unternehmensberater. Während er sich auf die Sendung vorbereitet, kommen ihm allerdings bereits die ersten Zweifel an der Richtigkeit seiner Entscheidung.
Mitreden kann er selbstverständlich nach wie vor bei allen Themen: egal ob Integrationsdebatte oder Stuttgart 21, Parteiengezänk und Politikverdrossenheit, Wissenschaft oder Religion, nationale und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Unwirsch hat den globalen Durchblick - und Bruno Jonas natürlich auch!

Allein in der Sauna
10. März 2012
Samstag, 20:00 Uhr
Eintritt: 15,-00 / Schüler+Stud. 20% (inkl. System+VV-Geb.)
Theater im Hofgut Reinheim
Allein in der Sauna
… oder warum Männer und Frauen eben doch (nicht ?) zusammen passen
Eine kabarettistische Komödie von Frank Pinkus
Saukomisch! Ein Feuerwerk an Pointen!
mit Hans-Joachim Heist
als Karl-Heinz König genannt Kalle, Anwalt
Inszenierung Dieter Rummel
Karl-Heinz König weiß, wie man ein erfolgreiches Leben führt. Er ist Anwalt und hat zurzeit einen Fall, mit dem er ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rücken kann. Er ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Und er hat eine junge Freundin für die besonderen Gelegenheiten. Karl-Heinz König, genannt Kalle, ist ein glücklicher Mensch. An diesem Abend ist er in der Sauna.
Er langweilt sich. Und er beginnt, über sich und sein Leben nachzudenken. Und vor allem über das, was Männer und Frauen ausmacht. Und was das Zusammenleben der beiden Geschlechter so schwierig macht.
Wieso haben Frauen so viele Variationen eines Lächelns – und alle Variationen sagen dem Mann, was er gerade mal wieder falsch gemacht hat?
Wieso wollen Männer eigentlich immer und Frauen nie?
Wieso gehen Frauen shoppen und Männer Fußball spielen?
Was macht den Reiz des Reitens für die Frauen aus?
Wieso war die Ehefrau früher wild darauf, dass beide nackt ins Bett gehen – und heute kriegt Kalle von seiner Sanni zu Weihnachten einen Shorty?
Wieso waren die männlichen Macken früher liebenswert – und heute sind sie unerträglich?
Wieso schaffen es die Frauen, ihre Männer zu erziehen – und wieso scheitert jeder Erziehungsversuch des Mannes an seiner Frau kläglich?
Wieso versagen die Männer mit ihren von der Frau vorgeschriebenen Zettelchen so kläglich beim Einkaufen?
Und wieso geht ein Mann immer alleine aufs Klo, die Frau aber nie?
Das sind einige der Fragen, mit denen sich Kalle an diesem Abend auseinandersetzt – und während ihm immer klarer wird, dass er als Mann gegen seine Sanni ziemlich machtlos ist, geht das Leben außerhalb der Sauna weiter und konfrontiert Kalle im Verlauf des Abends mit erstaunlichen Wendungen …
Erleben Sie Hans-Joachim Heist, medial bei der ZDF- heute show den Meisten bekannt als Gernot Hassbecker am 10. März live im Kulturzentrum Hofgut Reinheim.

Die große FiL & SHARKEY SHOW
23.+24. März 2012
Freitag + Samstag, 20:00 Uhr
Eintritt: 15,-00 / Schüler+Stud. 20% (inkl. System+VV-Geb.)
Revue im Hofgut Reinheim
Der Ur-Berliner FIL ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands. Des Meisters Schöpfungen Didi & Stulle erscheinen als Stripes seit mehr als zwei Jahrzehnten im Berliner Stadtmagazin zitty und seit Neuestem monatlich in der StadtRevue Köln.
Bisher noch als Geheimtipp gehandelt läutet er jetzt ein neues Zeitalter ein - das Zeitalter des überregionalen Humors. Auch wer kein Berliner ist, wird um diesen Abend nicht herumkommen - einen Abend mit FiL und SHARKEY!
Lassen Sie alles andere stehen und liegen oder bringen Sie es mit in die Show - Sie werden noch nie in Ihrem Leben so gelacht haben, denn die FiL-und-SHARKEY-SHOW ist mehr als nur eine lustige One-Man-Stand-Up-Comedy. Wer bisher über Plattitüden und witzlose Klischees stolpern musste, der kann jetzt eine Offenbarung des Humors erleben. Eine Offenbarung in Form eines fleischgewordenen Comics - denn Comics sind nicht nur Fils zweiter Vorname, sondern auch sein zweites Standbein. FiL, der vollblütigste, vielseitigste, lustigste Entertainer Berlins. Wie nur wenige hat FiL das Ur-Berliner-Sein zur originellen Kunstform erhoben und trägt es jetzt in den Rest der Republik hinaus!
In jungen Jahren war FiL Punk und auch wenn man es ihm kaum mehr ansieht, hat er sich doch einiges von der Gesinnung bewahrt: Schnell und schmutzig kommt er daher - ebenso sein ausbaufähiges Gitarrenspiel. Er versteht es, auf professionellste Art den Dilettantismus zur Kür zu erheben. Heraus kommt FiL-ettantismus - und den muss man live erleben. Perfekt sind sein Timing, seine Geistesgegenwart und Pointensicherheit, sein Talent für Neologismen und die Bühnenpräsenz. Diese überirdische Kombination ist für einen Menschen zuviel - deshalb teilt er sein überbordendes Talent mit einer Hai-Handpuppe aus Plüsch. Die versteht es auf bissigste Art, mit der Schizophrenie ihres Lebensspenders umzugehen - ein herrlicher Spaß - auch für Tierfreunde. Endlich mal jemand, der geistreich Blödsinn fabriziert und sich stilvoll zum Affen macht. Wenn er auch sonst nicht viel kann - das kann er besser als alle anderen.
"Das beeindruckenste Talent der Freiburger Kulturbörse 2011"
Uwe Vogel

Die Leiden des jungen Werther
21.04.2012
Samstag, 20:00 Uhr
Eintritt: 15,-00 / Schüler+Stud. 20% (inkl. System+VV-Geb.)
Theater im Hofgut Reinheim
„Jeder Jüngling sehnt sich so zu lieben,
jedes Mädchen so geliebt zu sein,
Ach, der heiligste von unsern Trieben,
warum quillt aus ihm die grimme Pein?“
Johann Wolfgang von Goethe
Die Dreiecksbeziehung endet tödlich, aber wie konnte es dazu kommen? Der schwärmerische Werther, ein junger Mann, der seine Bestimmung noch sucht, ist wegen einer Erbschaftsangelegenheit nach Wahlheim gekommen. Beeindruckt von der überwältigenden Natur verweilt er dort und verliebt sich in Lotte, die seine poetische Ader teilt, aber auch mitten im Leben steht. Liebevoll ersetzt sie den Geschwistern die früh gestorbene Mutter.
Doch die entflammende Liebe zwischen beiden muss platonisch bleiben: Lotte ist bereits verlobt. Am Totenbett der Mutter gab sie Albert das Eheversprechen und liebt an ihm die Beständigkeit, sein Vertrauen und seine Ehrlichkeit. Wie sie an Werther die kindliche Neugier und die musische Ader liebt und teilt.
Bilderreich und wortgewaltig verfolgt der noch junge Goethe dieses Beziehungsgeflecht bis zu seinem bitteren Ende, dem Freitod Werthers. Geprägt von der Epoche des Sturm und Drang wurde es Goethes am meisten gelesenes Werk, das Europaweit Furore machte und sogar eine Selbstmordwelle auslöste.
Zu unserer Inszenierung
Werktreue ist uns bei Klassikern wichtig. Bis auf zwei überleitende Szenen sind alle Texte ausschließlich original und von Goethe.
In der Konzeption von Liudmyla Vasylieva arbeiten Albert und Lotte die Geschichte Werthers anhand seiner Briefe auf, die sie von seinem Freund Wilhelm erhalten. Sie gehen der Frage nach, wie es zum Tod Werthers kommen konnte und klären dabei ihre eigene Beziehung. Sie lösen seine Rätsel um ihrer eigenen Zukunft willen.
Eingeflochten in diese Erinnerungen wird Werther, gespielt von Ralf Bettinger, wieder lebendig. Schreibend und zeichnend verwandelt er den Bühnenraum von Michael Becker in einen Wald der Bilder und Gedanken. Der Zerrissenheit Lottes wird durch eine doppelte Besetzung Ausdruck gegeben, Julika Schmedje und Liudmyla Vasylieva stellen die beiden Seiten einer Person dar, die sich im Leben nicht vereinbaren ließen. Andreas Kleb rundet als Albert das Ensemble ab und meistert in seiner Figur den Konflikt zwischen seiner Liebe zu Lotte, der Freundschaft zu Werther und der verzweifelten Wahrheit ihrer Beziehung.
Es erwartet Sie ein sinnlicher, poetischer und dank der von Lotte am Klavier interpretierten Kompositionen von Charmol auch musikalischer Abend.

KÜSS LANGSAM
04.+05. Mai 2012
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Revue im Hofgut Reinheim
Witziger als Titanic - billiger als Paartherapie!
Die meisten Liebesgeschichten enden im Moment des höchsten Glücks: Umarmung – tiefer Blick in die Augen – langer Kuss – toller Sex – Abblende!
Blöderweise erfahren wir aber nie, wie die von uns beneideten Traumpaare mit dem anschließenden Beziehungsalltag klarkommen. Die bittere Wahrheit ist: Sie kommen damit nicht klar! Genau so wenig wie alle anderen. Traumpaar hin oder her! Doch woran liegt es denn nun, dass „Liebe in den Zeiten der Ratgeber“ nur noch als besonders perfide Kampfsportart angesehen wird und jede noch so tolle „Love Story“ sich irgendwann in einen „Krieg der Welten“ verwandelt? Sind tatsächlich die schlappen 0,1 % der genetischen Unterschiede zwischen XX und XY der Grund dafür, dass Mann und Frau einander begegnen wie ungehaltene Pitbullterrier auf Diät? Oder gibt es vielleicht eine geheimnisvolle Macht, die hinter all dem steckt? Eine düstere Geheimorganisation, die Scientology und Mafia wie harmlose Pfadfindervereinigungen erscheinen lässt? Ein Konsortium, dem sehr daran gelegen ist, dass wir uns tagein-tagaus das Liebesleben zur Hölle machen?
Begleiten Sie die beiden leidgeprüften Beziehungskampfexperten Ehnert & Ehnert dabei, wie sie nicht nur versuchen die eigene Beziehung zu retten, sondern auch alle anderen!
Küss langsam ist eine ebenso rasante, wie romantische Action-Komödie, eine fleischgewordene Verschwörungstheorie: Sehr sexy. Sehr lustig. Und auf dem aktuellsten Stand neurologischer Forschungen!

DichterLoh
01.+02. Juni 2012
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Kabarett im Hofgut Reinheim
PauL, das ist Spoken Word und Poetry-Kabarett voller Herzblut und Hirnwasser, ein Rockkonzert der Poesie, gewürzt mit reichhaltigen Reimen und einer Prise Prosa – und dabei gilt neben dem Einheiz-Gebot stets das Motto: Versplay, please!
Mit ihrem abendfüllenden Programm „DichterLoh“ starten die drei eine temporeiche Reise durch die Pop-(Up-)Kultur der Überinformations-gesellschaft. Ihre expressiven Choreographien und Wortmontagen verbinden Spoken Word, Rap, Kabarett und Theater zu einer ganz neuen Form. Dabei erschaffen sie eine Welt, in der sich der alltägliche Wahnsinn in Form von putzigen Pandabären, cineastischen Wackel-Karnickeln und Selbsthilfegruppen für Super-Broker präsentiert.
In diesen oft unübersichtlichen Zeiten sind sie die Dichter am Ende des Dschungels: Drei zärtliche Poeten mit Durchblick und Durchschlagskraft. PauL brennt, und zwar „DichterLoh“.
2011 gewann PauL den Reinheimer Satirelöwen der Gruppen.

Alles ist wahr – König Heinrich VIII.
23. Juni 2012
Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Theater im Hofgut Reinheim
Im Mittelpunkt des Königsdramas von Shakespeare steht nicht nur die Titelfigur Heinrich VIII., den man heutzutage in Deutschland am ehesten wegen seiner sechs Frauen kennt, sondern der Kampf um Einfluss, Geld und Macht der ihn umgebenden Männer.
Das Drama spielt auf den Fluren, den Hinterzimmern der Macht.
Die mit allen Mitteln Getriebenen setzen nicht nur einen neuen Firmenwagen, eine Lustreise auf Firmenkosten oder einen Abteilungsleiterposten auf`s Spiel, sie riskieren ihre Existenz, ihr Leben. Wer verliert findet sich im Tower oder auf dem Schafott wieder. Dabei geht es ihnen nicht um inhaltliche oder religiöse Positionen, sie kämpfen für mehr Macht und Einfluss auf den König. Macht ist hier Selbstzweck, ein aktuelles Thema.
In Shakespeares letztem Stück, dass 1613 im Globe uraufgeführt wurde, – eine berühmte Vorstellung, da in ihrem Verlauf das Theater abbrannte – geht es schnell, die Machtspirale dreht sich. Schon nach dem ersten Akt scheitert der Staatsrat Buckingham mit seinen Plänen und er wird geköpft. Der engste Vertraute des Königs, Kardinal Wolsey, berauscht von der eigenen Machtfülle, stolpert über seine Hybris und stirbt verstossen und verarmt. Nach dem Tod dieses bösartigen Intriganten kehren nicht etwa Frieden, Gerechtigkeit und Ruhe am Hof ein, nein das Intrigenspiel wird fortgesetzt. Die Protagonisten sind andere, die Ziele und Mittel der Opportunisten die gleichen. Der große Mechanismus Macht läuft weiter wie geschmiert bis in unsere Zeit. Das ist das faszinierende und heutige an diesem Stück.
Das Drama endet mit einer Jubelrede auf die neugeborene Elisabeth I. und einer Prophezeiung ihrer späteren Taten. Eine klassische Propagandarede des Theaters. Alles ist wahr- ist der Originaltitel und Geschichte bestimmen immer die, die sie erzählen.

Charaktersau sucht Trüffelschwein
17.+18. August 2012
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Kabarett im Hofgut Reinheim
Kabarett von und mit Frederic Hormuth
Regie: Lutz von Rosenberg-Lipinsky
Ob Boulevard oder Bundestag, ob Koalition oder Kopulation, es geht doch immer wieder um die große Frage „Wer mit wem?“. Frederic Hormuth räumt auf und zeigt, wer alles zusammengewachsen ist, ohne wirklich zusammengehört zu haben. Denn Deutschland ist oft nur eine Zweck-WG. Mit Möglichkeit zur Teilnahme an Verkaufsveran-staltungen.
Der böse Wolf sucht Angsthasen. Kröten suchen Mäuse. Sadisten suchen Masochisten und Politiker suchen Wähler. Die Charaktersäue jagen Trüffelschweine durch den Wald, entreißen ihnen die Delikatessen und speisen sie mit einem Maiskolben ab. Aber wer ist die Sau, wer das Schwein, wer das Gemüse und wer wird am Ende in die Pfanne gehauen?
Die einen schauen sich tief in die Augen und stellen glücklich fest: Zusammen sind wir unausstehlich! Die anderen würden ihren Partner am liebsten wieder auf dem Fundbüro abgeben.

Wir haben uns verdient
31. August + 01. September 2012
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Kabarett im Hofgut Reinheim
Über das Schicksal, Deutscher zu sein
Am Anfang des Lebens ist der Mensch zufrieden, wenn er satt und sauber ist – am Ende ist es wieder genauso. In den 70, 80 Jahren dazwischen jagt er verzweifelt dem Glück hinterher. Aber gerade als Deutscher tat man sich mit dem Glücklichsein schon immer schwer, denn gejammert hat der Deutsche seit jeher gern: Über das Wetter (”Mallorca: zu warm, Stalingrad: zu kalt”), über die Politik („Hauen uns alle über's Ohr!“), das Finanzamt („Muss man über's Ohr hauen!“) oder das Fernsehprogramm („Gestern wieder den ganzen Abend vor der Glotze gesessen! Nur Mist!“).
Da drängt sich die Frage auf: Ist der Deutsche überhaupt fähig, in Frieden mit sich zu leben? Oder hat er historisch gesehen Glück gar nicht verdient, angesichts der Verantwortung für zwei Weltkriege und die Kehrwoche?
Thomas Schreckenberger, mehrfach ausgezeichneter Kabarettist (u.a.
Reinheimer Satirelöwe 2011) macht sich auf den steilen Weg hinab in die Abgründe der deutschen Befindlichkeit. Ihm zur Seite steht
das ganze Panoptikum unserer Politik- und Promiszene. Als erschreckende Parodien mischt sich alles ein, was in unserem Land Rang und Namen hat, natürlich ungefragt – wie im richtigen Leben…
Und irgendwann dämmert dann doch die ernüchternde Erkenntnis: Wir haben uns verdient!

´Diese Keks wird kein weicher sein
21.+22. September 2012
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Revue im Hofgut Reinheim
VOCAL RECALL ist:
- eine Boygroup mit Frau,
- eine A-Cappella-Band mit Cappella,
- eine Popgruppe mit viel Sinn für Unsinn.
Für uns sind sie Grenzgänger zwischen musikalischer Unterhaltung und Kabarett, einfach nicht einfach zuzuordnen. Daher kommt mit den beiden Abendprogrammen dieser vier Ausnahmekünstler erstmals eine Revueveranstaltung in der Satirewoche unter - urteilen Sie selbst.
Diese einzige Boygroup mit Frau hat schonungslos die Top Ten der letzten 300 Jahre analysiert. Frau Köfer, der Mathis und Dieter Behrens haben liebevoll die größten Charterfolge der Geschichte von unnötigem inhaltlichen Ballast befreit und mit Satzgesang neu aufgemischt. Ebenso unnachgiebig besteht die fast-A-Cappella-Band auf die Teilnahme des Pianisten Martin Rosengarten, der mit seinen synthetischen Instrumenten das Schleppen eines Schlagzeugs überflüssig macht. Beim Hören dieser Neufassungen wird das Publikum endlich verstehen, worum es bei den Hits von Nena, Beethoven, Eminem oder The Les Humphries Singers wirklich geht.
In ihrer Show zwischen House Musik und Kaufhaus Musik jagt eine absurde Alltagsgeschichte die nächste, Klassik trifft auf Rap und Kinderlied auf Neue Deutsche Welle.

Männerhort
5. Oktober 2012
Freitag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Theater im Hofgut Reinheim
Komödie für Frauen
Tragikkomödie für Männer
Samstagnachmittag, die beste Zeit der Woche, wäre da nicht die Ehefrau, die zur besten Fußballübertragungszeit shoppen gehen will. Ein typischer Männer-Alptraum, der auch für Helmut, Eroll und Lars jeden Samstag zur bitteren Realität wird.
Sie suchen einen Ausweg aus dieser Zwickmühle und finden nur eine Lösung: die Flucht! Zuflucht finden sie in einem alten, in Vergessenheit geratenen Heizungskeller - ausgerechnet im Einkaufscenter. Es wird ihr geheimer Rückzugsort, ihr „Männer-Hort“.
Jeden Samstag flüchten sie unter fadenscheinigen Gründen in ihr aus Fußball, Pizza, Dosenbier und Zigaretten bestehendes „Männerparadies“.
Die Ruhe wird jedoch eines Tages empfindlich gestört:
Der Brandschutzexperte Mario entdeckt ihr Versteck und droht den Männerkeller aus Sicherheitsgründen dicht zu machen. Nur gut, dass sich auch Mario als "Frauen-Shopping-Geschädigter" entpuppt und sich nach anfänglichem Zieren in die Herrenrunde integrieren lässt. In Ihren „Kellergesprächen“ entlarven sich die vier Akteure mit bissigen Pointen und wunderbarer Komik als Opfer ihrer Männlichkeit. Es ist ein Ort, an dem sie sich den Frust über den Einkaufstick ihrer Frauen von der Seele reden: "Und immer, wenn du denkst, du hast es geschafft, ist ein Schuhgeschäft in der Nähe.”

Blattrand
03. + 04. November 2012
Samstag + Sonntag*, 20.00 Uhr
*Sonntag = Freitagsabo
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Revue im Hofgut Reinheim
“OHNE ROLF” ist unbeschreiblich - wir versuchen es dennoch:
Das junge Duo verblüfft mit einer komplett neuen Kleinkunstform!
Eine simple Idee – genial umgesetzt: Sprechen heisst bei OHNE ROLF Blättern.
Die auf 1000 Plakate gedruckten knappen Sätze wie auch das überraschende Geschehen zwischen den Zeilen sind umwerfend witzig, spannend und gelegentlich sogar musikalisch. Mit ihrem Programm „Blattrand“ gelingt es dem mehrfach preisgekrönten Duo Theater-, Comedy- und Kabarettfans gleichermassen zu begeistern.
Die „Neue Zürcher Zeitung“ feierte „OHNE ROLF“ als "die Schweizer Kleinkunstentdeckung am Zürcher Theaterspektakel" und die „Bonner Rundschau“ schrieb: “Das Publikum im Pantheon-Theater erlebte die originellste, sympatischste und abgedrehteste Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett, die zur Zeit auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen ist.”
Konzept & Spiel: Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg
Regie "Blattrand": Dominique Müller

da capo
30. November + 01. Dezember
Freitag + Samstag, 20.00 Uhr
Eintritt 15,00 / Schüler + Stud. 20% (inkl. System- + VV-Geb.)
Kabarett im Hofgut Reinheim
Die Leipziger Pfeffermühle mit Burkhard Damrau & Dieter Richter
…Wiedersehen macht Freude. Besonders dort, wo politische Satire angesagt ist – im Kabarett.
Mit den Pfeffermüllern gibt es ein Wiedersehen der besonderen Art. Highlights aus Programmen der letzten Jahre.
Früher war Deutschland ein reiches Land, heute gehört es den Reichen. Der Staat ist in den Miesen.
Oben kreist nicht mehr der Bundesadler, sondern der Pleitegeier. Also, sparen, sparen, sparen.
Aber wovon? Schwindsucht in den Taschen des Bürgers.
Halt, stimmt nicht! Es gibt auch Gewinner. Die Hartz 4 Empfänger, die Nassauer der Nation. Jeder bekommt monatlich 5 € mehr.
Das sind 20 Brötchen zusätzlich. Soviel kann eine Person alleine gar nicht essen. Oder sollen sie nur daran ersticken?
Wissen Politiker bei ihren Entscheidungen überhaupt noch, was sie tun?
Sollten sich Rentner schon mit 65 an die feuchte Erde gewöhnen?
Wann verlangt der Arzt von seinen Patienten auch noch Geld für das Ablegen der Garderobe?
Sind Polizisten im Dienst auch nur Menschen? --- Was sind dann Politessen?
Trauen wir nur der Statistik, die wir selber gefälscht haben?
Auf der Bühne stehen zwielichtige Gestalten, Trickser, Täuscher, Bauernfänger - hervorragend gespielt und mit Pfeffer serviert von Burkhard Damrau und Dieter Richter.
