Der Mensch kann sich nicht vor allen denkbaren Katastrophen schützen.
Er benötigt Hilfe, Rettung und Unterstützung bei schweren Unglücksfällen, Naturkatastrophen und allen Gefahren, die mit eigenen Selbsthilfemaßnahmen nicht mehr bewältigt werden können.
Aufgabe
Der Katastrophenschutz soll Vorbereitungen treffen, um Leben, Gesundheit und Sachwerte der Menschen bei größeren, örtlich nicht mehr zu bewältigenden Unfällen oder Unglücken zu schützen. Schäden sollen soweit wie möglich verhindert oder zumindest auf ein unumgängliches Maß reduziert werden.
Definition
Von einer Katastrophe spricht man in aller Regel dann, wenn es sich um Schadenslagen wie Hochwasser, Erdbeben, Sturmfluten oder sonstige Naturereignisse handelt.
Aber auch bei der Bewältigung von Gefahren unserer modernen Industriegesellschaft, wie Großbränden, Explosionen oder Flugzeugabstürzen, Eisenbahn- sowie Schiffsunglücken ist die Unterstützung durch den Katastrophenschutz unerlässlich.
Gliederung
Um wirksam vor möglichen Katastrophen zu schützen, muß dafür gesorgt sein, dass entsprechend ausgebildete Personen zur Verfügung stehen, die im Einsatzfall schnell und wirksam organisieren und helfen können.
Weiterhin müssen die erforderlichen baulichen Anlagen und Ausrüstungen zur Verfügung stehen.
Um bei einer eingetretenen Großschadenslage wirksame Hilfe leisten zu können, ist der Katastrophenschutz in verschiedene Einheiten wie
- Brandschutzzug
- Gefahrstoffzug
- ABC-Zug
- Sanitätszug
- Betreuungszug
- Wasserrettungszug
- Bergungszug
- Instandsetzungszug
- Informations- und Kommunikationseinrichtungen
unterteilt.
Diese Einheiten werden entsprechend der eingetretenen Lage alarmiert und durch eine zentrale Führung koordiniert.
Bund, Länder, Gemeinden und Hilfsorganisationen stellen zusätzliches Personal, Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung.
19. LZ Reinheim
Der Katastrophenschutzzug "19. LZ Reinheim" ist vorwiegend für den Bereich Brandschutz und technische Unfallhilfe ausgestattet.
Das Personal setzt sich vor allem aus freigestellten Helfern zusammen, die sich anstelle von Grundwehrdienst für eine sechsjährige Mitarbeit im Katastrophenschutz verpflichtet haben.
Der heutige "Kats-Zug" hat eine Stärke von 34 Helfern, davon 15 freigestellte Helfer aus allen fünf Stadtteilen. Die übrigen Helfer haben ihre Verpflichtungszeit erfüllt und leisten freiwillig ihren Dienst.
Ausbildung
In Anlehnung zur feuerwehrtechnischen Ausbildung bedarf es hierzu einer besonderen, zusätzlichen Weiterbildung.
In Ergänzung zum kommunalen Feuerwehrdienst werden monatlich Übungen durchgeführt.
Diese Maßnahme gewährleistet, gleichzeitig der immer schneller fortschreitenden Technik gerecht zu werden und vorhandene Kenntnisse zu ergänzen.
Einsatz
Dass dies alles nicht nur auf einer moralischen und planerischen Grundlage basiert, zeigen überregionale Einsätze unter Katastrophenschutzbedingungen der vergangenen Jahre, wie beispielsweise der Einsatz während der Flutkatastrophe im Jahr 2002 in Dessau (Sachsen-Anhalt).
