Robert Goldmann, geboren 1921,wuchs in seinem Heimatdorf Reinheim(Odenwald) als Sohn eines Landarztes jüdischen Glaubens auf.
Ab 1934 lebte die Familie in Frankfurt am Main. Nach der sogenannten Reichkristallnacht floh seine Familie über Großbritannien nach New York, wo sie sich 1940 niederließ und von neuem beginnen musste.
Robert Goldmann studierte u.a. an der Columbia Universität. Er war Rundfunkreporter u.a. bei der ? Voice of America?. Während der McCarthy-Zeit wurde er denunziert und freigesprochen. 1962 verließ er die ?Voice? Anschließend war Robert Goldmann Sprecher des von J.F. Kennedy aufgelegten Lateinamerikaprogramms ?Vision?; er engagierte sich für die Bürgerrechtsbewegung und für das ? American Jewish Committee? ab 1968 war er Mitarbeiter der ? Ford Foundation?. Seit 1980 war Goldmann für die ?Anti-Defamation-League? tätig und Leiter ihres Europabüros in Paris. Erengagiert sich bis heute gegen Rassismus und für Toleranz. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Reinheim hat in ihrer Sitzung vom 15. Juni 1999 den nachfolgenden Beschluss gefasst:
?Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Bildung einer Sonderrücklage in Höhe von 100.000,-DM als Sonderfonds, aus dessen Erträgen Personen Stipendien erhalten, die sich mit Fragen von Rassismus und der Wahrung der Menschen würde unter Beachtung insbesondere auch des deutsch-jüdischen Verhältnisses beschäftigen. Das Vorschlagsrecht hierzu hat der Reinheimer Ehrenbürger Robert Goldmann, nach dessen Ableben das Leo Baeck-Institut, New York. Der Magistrat wird beauftragt, sich mit dem Vergabemodalitäten zu beschäftigen.?
