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2006

Der Fremde im Spiegel

Schüler der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule aktiv bei der Anti-Rassismus-Woche

 

Im Rahmen der kommunalen Anti-Rassismus-Woche hatte das Internationale Büro der Stadt Reinheim zu Film und Diskussion eingeladen. Gäste waren die Gymnasialklassen 8a und 8b der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule mit Schulleiter Claus Fuhrmann und den Lehrkräften Annette Prasch und Jochen Speicher. Gezeigt wurde von Linda Licata-Hartmann der Film -Der Fremde im Spiegel- Einmal das Leben eines anderen leben - wer hätte davon nicht schon einmal geträumt? Für die beiden Protagonisten des Films -Der Fremde im Spiegel- wird der Rollentausch wahr. Marius und Damir arbeiten als Monteure in einer Turbinenhalle. Sie sind Kollegen, gehen aber nicht gerade kollegial miteinander um. Im Gegenteil: Vorurteile prägen das Bild vom Anderen. Irgendwann kommt es dann zum offenen Streit. Geschubse, Gezerre - und zusammen stolpern sie ins Innere einer Maschinenanlage. Irgendetwas explodiert mit einem hellen Blitz. Die Druckwelle oder einfach ein Glücksfall befördert die beiden wieder heraus. Sie erwachen aus der Ohnmacht und sind unversehrt. Der Kurzfilm -Der Fremde im Spiegel- beginnt mit diesem Happy End. Doch dieses Happy End hat einen kleinen, aber entscheidenden Haken: Beide wachen im Körper des jeweils Anderen auf - beim Blick in den Spiegel sehen sie einen Fremden. Die Kontrahenten sind gezwungen, sich mit dem Körper und dem Leben des Anderen auseinander zu setzen. Dabei ergeben sich für beide überraschende Einsichten.

 

Im Anschluss entfaltete sich eine rege Diskussion. Vorurteile sind im Alltag häufig anzutreffen, so Linda Licata-Hartmann. Wir müssen sie bei uns und Anderen frühzeitig erkennen lernen, um wirksam dagegen anzugehen. Schulleiter Claus Fuhrmann wies auf die Schule hin. Auch dort gebe es vereinzelt Vorkommnisse, die man aufarbeite. Bürgermeister Karl Hartmann, der Schirmherr der Anti-Rassismus-Woche betonte, dass fast 2000 Menschen anderer Nationalität und Herkunft in Reinheim leben. Wir wollen für alle eine Lebens- und liebenswerte Stadt sein, frei von Diskriminierung und Ablehnung.


     
 

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